Anspruch

Das hier vorliegende Konzept ist in der Zusammenarbeit zwischen dem Jugendamt, den SchulsozialarbeiterInnen (sowohl den städtischen als auch den vom Land oder über das Matching-Prinzip angestellten SchulsozialarbeiterInnen) und den Schulen (Schulleitungen und LehrerInnen) der Stadt Detmold entstanden. Es ist die Weiterentwicklung des bereits verabschiedeten RAHMENKONZEPTES FÜR SCHULSOZIALARBEIT DER STADT DETMOLD VOM 20.03.14.

Die Lebenswirklichkeit der Kinder und Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren gravierend verändert. Sowohl gesellschaftliche als auch familiäre (Sozialisations-) Bedingungen unterliegen derartig dem Wandel, das für Kinder und Jugendliche ein unterstützendes System geschaffen werden muss, dass an dem Lebensort ansetzt, an dem Kinder und Jugendliche einen Großteil ihrer Zeit verbringen.

Auf der Grundlage der UN- Kinderrechtskonventionen §28 „Recht auf Bildung/Berufsausbildung“ und §29 „Bildungsziele/Bildungseinrichtung“ möchte die Stadt Detmold die Bildungschancen aller Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener verbessern und betreibt in diesem Sinne den Ausbau der Schulsozialarbeit. Den Schulen soll dadurch ein eigenständiges sozialpädagogisches Instrument zur Unterstützung, Beratung und Anregungen zum sozialen Lernen gegeben werden. Schulsozialarbeit ist Beziehungsarbeit, deshalb ist es der Stadt Detmold wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen resp. alle am Lebensraum Schule Beteiligte einen zuverlässigen und kontinuierlichen Ansprechpartner haben. Ein besonderes Merkmal der Schulsozialarbeit in Detmold ist deren Anbindung an den Kommunalen Sozialen Dienst (KSD), als Teil der multiprofessionellen Teams. Unter Berücksichtigung des Datenschutzes können in Krisensituationen schnell effektive Lösungsansätze beraten und erarbeitet werden. Dadurch gelingt es, ein zusätzliches Angebot der Jugendhilfe zu institutionalisieren, dass nachhaltig vernetzt ist und kurze Wege in die Unterstützung (z.B. HzE, u.a.) ermöglicht. Dem Bundeskinderschutzgesetz §4 „Beratung und Übermittlung von Informationen durch Geheimnisträger bei Kindeswohlgefährdung“ soll in diesem Zusammenhang besonders Rechnung getragen werden.

Die Schulsozialarbeit nimmt eine immer wichtiger werdende Brückenfunktion zwischen Jugendhilfe und Schule ein.

Des Weiteren haben die Schulen gute Bedingungen für Schulsozialarbeit geschaffen. Diese sich ergänzenden Rahmenbedingungen machen Schulsozialarbeit höchst effektiv und intensiv.