Methoden

Für eine systemische zielorientierte und ressourcenorientierte Schulsozialarbeit werden unterschiedliche Methoden in der täglichen Arbeit angewandt.

Sozialpädagogische Gruppenarbeit sowie Klassenprojekte zu den Bereichen:
  • Streitschlichtuung (die Konflikte werden im Klassenverband besprochen und es wird nach gemeinsamen Lösungsstrategien gesucht)
  • Gruppen zur Bearbeitung geschlechtsspezifischer Fragen (Mächengruppen, Jungengruppen, gemischte Gruppen)
  • themenorientierte Gruppenarbeit
  • spielerische Aktivitäten (Kooperative Spiele, Vertrauensspiele, Spiele zum Kennenlernen, Spiele fürs Gruppenklima u.v.a.),
  • kreative Angebote (Foto-Puzzle der Klasse gemeinsam erstellen, einen eigenen Kummerkasten/Briefkasten gestalten),
  • regelmäßiger Kontakt und Austausch mit den Schülerinnen und Schülern der Klasse wird sichergestellt, (wöchentlich 1 Stunde9,
  • Beobachtende Teilnahme am Unterricht: Verhaltensweisen einzelner Schülerinnen und Schüler und die gruppendynamischen Prozesse im Unterricht.

Die Beobachtungen können in die kollegiale Beratung mit einfließen. Die Arbeit mit Schulklassen ist die Grundlage für alle weiteren Maßnahmen der Schulsozialarbeit (Gruppenangebote, Einzelfallarbeit). Aus Kapazitätsgründen hat eine Fokussierung auf einzelne Klassen stattgefunden. Je nach Bedarf sollen möglichst alle Klassen dieses Angebot erhalten.

Einzelberatung und Einzelfallarbeit

Aus Erstkontakten können sich formelle Beratungsprozesse ergeben. Diese werden durch die Schulsozialarbeit vor- und nachbereitet und finden nach Absprache statt. Entscheidend für die Beratung sind Vertraulichkeit und Freiwilligkeit. Dazu gehört auch das Informationen an Dritte (Erziehungsberechtigte, Lehrpersonen, MitarbeiterInnen anderer Dienste) nur mit Einverständnis der Schülerin des Schülers weitergegeben werden. Im Rahmen der Beratung wird jedoch darauf hingewirkt, dass die Betroffenen einer Weitergabe von Daten zustimmen. Ziel ist es eine einvernehmliche Zusammenarbeit mit Schülerinnen,  Schülern, LehrerInnen und Schulsozialarbeiterin.

Beratung der Schulsozialarbeit zeichnet sich aus durch:

  • eher kurzzeitige Beratungssequenzen
  • Veranlassung akuter und spontaner auftretender Probleme
  • unmittelbare Problemlösungen in enger Zusammenarbeit mit der Schule
  • gegebenenfalls auch mit dem schulpsychologischen Dienst

Die Schulsozialarbeit vermittelt, falls weitere Hilfen erforderlich sind in Form von:

  • Absprachen mit LehrerInnen
  • Integration in bestehende Angebote
  • Beratungsgespräche mit Erziehungsberechtigten, LehrerInnen, sowie Schülerinnen und Schülern
  • weitergehende Angebote der Kinder- und Jugendhilfe wie z.B. Beratungsstellen, Kommunaler Sozialer Dienst (Hilfen zur Erziehung)

 

Methoden der Zusammenarbeit

  • Austausch über das Sozialgefüge der Klasse und individuelle Problemlagen bei der Arbeit mit Schulklassen
  • Unterstützung und Absprache bei der Entwicklung des pädagogischen Handelns
  • Festlegung von HandlungsschrittenGrundsätzlich sind Absprachen zwischen Schule und den kooperierenden Stellen und Diensten wichtig, um das Kind ganzheitlich zu fördern und Missverständnisse zu vermeiden
  • Elternarbeit und Elternberatung
  • Eltern können sich ratsuchend an die Schulsozialarbeiterin wenden
  • Wenn Schulsozialarbeit es für erforderlich hält, kann sie aktiv auf Eltern zugehen

Zusammenarbeit mit Lehrkräften

  • regelmäßiger Austausch
  • bei der Arbeit mit Schulklassen: Austausch und Beratung über Einschätzung und Erfahrungen, die Klasse und einzelne Schüler betreffend
  • Aufgabenverteilung und Vorgehensweisen zwischen Lehrpersonen und Schulsozialarbeit festlegen
  • regelmäßige Gespräche mit Schulleitung
  • im Einzelfall (Absprachen, Kontaktaufnahme zu Kommunalen Sozialen Dienst)
  • Lehrkräfte kennen und nutzen Sozialpädagogische Methoden